ExtJS vs. Jquery UI
24. September 2008Beim Erstellen von Webseiten mit umfangreicher Client Funktionalität (Rich Clients) setzt man heutzutage eines der zahlreichen Javascript Frameworks ein. Auf den ersten Blick wirken diese perfekt und es scheint so als könnte man alles damit machen.
Doch leider sind diese Frameworks noch neu, und das Zusammenspiel der verschiedenen Kompoenten klappt nicht immer.
Beim Einsatz von script.aculo.us kamm ich schnell an die Grenzen des Machbaren. Trotzdem konnte das Projekt wie gewünscht umgesetzt werden. In der nachfolgenden Zeit hatte ich erstmal keine aufwendigen Rich Clients zu entwicklen und bin deshalb auf das Framework Jquery umgestiegen. Dieses eignet sich besonders für kleinere Aufgaben. Die Syntax ist sehr leicht verständlich und intuitiv, auch für Benutzer die von dem eigentlichen JavaScript keine Ahnung haben.
Als ich dann mal wieder eine aufwendigere Oberfläche erstellen musste wollte ich kein neues Framework einbinden um Ladenzeit zu sparen und habe deshalb Jquery UI eingesetzt. Dieses war zu den damaligen Zeitpunkt noch nicht so richtig stabil und es kamen einige Beschwerden von Kunden. Ich musste deshalb einiges der Funktionalität in bestimmten Browsern ausschalten.
Neuerdings ist es scheinbar stabil und ein Update hat die Kundenprobleme gelöst.
Jquery UI ist aber noch nicht so umfangreich wie ich es mir wünschen würde und und die Features scheinen nicht einheitlich programmiert zu sein.
ExtJS ist auch ein Javascript Framework das sich besonders durch seine schicken Widgets auszeichnet.
Die Basis Sprache erinnert mich an prototype und ist im Gegensatz zu Jquery mehr für Erfahrene Nutzer und nicht für “Gelegenheit’s-Javascript Programmierer”. Das ist nicht abwertend gemeint, aber es gibt viele Programmierer die sich nicht ernsthaft mit JavaScript auseinander setzen wollen.
Genau wie in Jquery gibt es die Möglichkeit einfach durch den DOM zu wandeln und diesen zu modifizieren. Wirklich interessant wird ExtJS mit seinen genialen Widgets. Mit diesen Wigdet lassen sich ganz einfach schicke DataGrids, Tabs, Fenster, Dialoge, Tooltips, Menübäume und aufwendige Formulare darstellen. Wenn man sich die ausführliche Dokumentation anschaut erkennt man, dass ExtJS sehr mächtig ist und man sich nicht erst viele Plugins besorgen muss.
Ajax Requests lassen sich in ExtJS und in Jquery genauso einfach umsetzen.
Besonders schön finde ich das Interface Design bei ExtJS. Dieses ist einheitlich und bietet eine gute Basis.

Auch für ExtJS gibt es unzählige Plugins.
Der Vorteil an ExtJS ist die Firma die dahinter steht. Es ist nur für Open Source Anwendungen kostenfrei, ansonsten kostet eine Lizenz ab 289$. Ich denke durch dieses Konzept ist der Umfang des Frameworks möglich und es gewährleistet auch eine gewisse Code Qualität und Sicherheit den ich bei anderen Frameworks zur Zeit vermisse.
Wenn man seine Seiten mit einfache Lightbox Effekten oder Tabs aufwerten möchte, dann ist Jquery UI die bessere Wahl. Wenn man aber eine aufwendige Anwendung im Desktop Stil erstellen will, würde ich eher ExtJS einsetzen und die Lizenskosten in Kauf nehmen. Mit Jquery UI lassen sich einfacher Anwenungen schreiben, die auch ohne JavaScript zu verwenden sind.
Tags: ExtJs, Frameworks, Javascript, Jquery Ui
Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 24. September 2008 um 20:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter Internet abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.